Waldbaden

Waldbaden … Waldspaziergang, was ist der Unterschied?

… eigentlich keiner.

Ein Spaziergang im Wald ist gesund. Das lernt bei uns hier jedes Kind. Egal ob Wind oder Sonne, Regen oder Schnee, sich im Wald aufhalten ist mit richtiger Kleidung immer ein Zugewinn für die Gesundheit.

Hildegard von Bingen empfahl das schon vor rund 900 Jahren, die Japaner erforschen die Wirkung des Waldes seit den 1980er Jahren wissenschaftlich und in Amerika ist „forest bathing“ längst Teil des Gesundheitssystems.

In Japan wir Shinrin-Yoku von den Ärzten verschrieben. Hier müssen wir uns ihn noch selbst verschreiben.

Warum tut uns der Wald so gut?

Das Immunsystem feiert bei einem solchen Aufenthalt.

Alle unsere Sinne werden angesprochen: das Riechen, das Sehen, das Schmecken, das Fühlen – wir erleben den Wald.

Die Farbe grün wirkt sich erholsam auf unsere Seele aus – Viriditas die Grünkraft (Hildegard von Bingen *1098)

Außerdem setzen wir uns bioaktiven Substanzen aus, den Phytonziden, welches die Bäume bilden. Diese aktivieren unsere Killerzellen. Bereits ein einziger Tag in einem Waldgebiet steigert die Zahl unserer natürlichen Killerzellen um nahezu 40 Prozent. *

Wir atmen Terpene, ätherische Öle ein, die den Herzschlag und den Blutdruck nachweislich senken.

Terpene im geschlossenen System Wald:

Die ganze Waldluft ist erfüllt von Terpenen. Die Sträucher und Büsche am Waldrand schützen das Waldesinnere vor Wind, das Blätterdach der Baumkronen sorgt dafür, dass sich die Terpene nicht verflüchtigen oder durch die UV-Strahlung zerstört werden.

Wenn wir einen Wald betreten, befinden wir uns mitten in einem heilsamen, geschlossenen System. Die stärkste Konzentration von Terpenen befindet sich praktischerweise auf Nasenhöhe.**

Der Kortisolspiegel im Blut wird zudem gesenkt, Streßhormone werden abgebaut.

Wir duschen, wenn wir uns am Tage im Wald aufhalten im Sauerstoff.

Ein Tag im Wald kann dabei helfen:

  • Stress abzubauen
  • das Immunsystem zu stärken
  • die Genesung insgesamt zu unterstützen
  • Schlafstörungen zu lindern
  • die Konzentration zu verbessern
  • Atemprobleme und Lungenkrankheiten zu lindern
  • Bluthochdruck und Zuckerwerte abzusenken **

Bewusstes Wahrnehmen des Waldes:

durch Körperübungen, Atemübungen und Techniken der Visualisierung können wir das Walderleben noch intensivieren.

 

*vgl. der Biophilia-Effekt – Heilung aus dem Wald, Clemens G. Arvay

**vgl. Waldbaden, Ulli Felber