Yoga

Yoga kann und darf für jede/n etwas anderes sein. Es gibt unzählige Yogastile. Innerhalb der Yogaphilosophie werden unterschiedliche Yogawege beschrieben. Es existieren verschiedene Zugänge über die sich ein Mensch den Yoga erschließen kann: über den Körper, den Verstand, die Emotion, uvm. – doch eines eint alle : sie streben eine Weiterentwicklung an.

Die Basis meines Zugangs zum Yoga ist die Begegnung. Die Begegnung mit mir selbst. Doch, was bin ich selbst? In einer der zugrundliegenden Philosophien des Yoga, der Advaita Vedanta Philosophie lautet einer der wichtigsten Lehrsätze: Tat twam asi – das bist du! Was ist damit gemeint? Ganz verkürzt: Die Lehre des Vedanta geht von einem einzigartigen, ungeteilten und alles durchdringenden Ur-Bewusstsein aus. Jedem Lebewesen wohnt ein Funke dieses Ur-Bewusstseins inne. Und dieser Funke ist der unveränderliche, unzerstörbare und ewige Teil in uns, in dir – das bist du! Über diesen Funken sind wir verbunden mit der Unendlichkeit – der All-Einheit – und die Unendlichkeit – die All-Einheit – mit uns. Du bist die Unendlichkeit, die Unendlichkeit ist du. Das ist laut Vedanta die Wirklichkeit und alles andere ist Illusion.

Die Illusion ist all das, was den Blick auf diese Wirklichkeit verstellt. Die Gefühle, die Gedanken, das Sollen, das Wollen…all das was uns als Menschen umtreibt und was wir tagtäglich erleben. Diesem Allem zu begegnen und es anzunehmen ist wunderbar viel Arbeit. Ein kleines Beispiel aus dem Yogaunterricht soll helfen das vorangegangene zu verstehen – wenn wir in Savasana, also in der Anfangsentspannung liegen und richtig abschalten wollen…na dann drehen die Gedanken noch Mal so richtig auf:  …meine Kollegin war aber heute komisch- ja was hat sie nur – hat das was mit mir zu tun; was soll ich heute abend nur kochen – vielleicht gar nix mehr – oder doch – hab ich dafür noch alles zu Hause – morgen muss ich aber wirklich einkaufen; usw… und je mehr wir sie nicht haben wollen – diese Gedanken – desto aufsässiger werden sie. Diese Gedanken das bist nicht du, aber nimm sie liebevoll an, lass sie sein und wer weiss, vielleicht machen sie dann den Weg frei um einen Blick zu erhaschen auf das was du wirklich bist.